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LandFrauen  75 Jahre  gemeinsam  Zukunft gestalten

 

75 interessante Jahre: Der LandFrauenverband Württemberg -Baden e.V. ist heute so wichtig wie zu seiner Gründung. Frauen auf dem Land waren in der Nachkriegszeit besonders betroffen - und begierig auf Verbesserung  ihrer Bildung und Lebensbedingungen. Was die LandFrauen seither bewegt hat und was sie bewegt haben, das erfahren die Besucherinnen und Besucher dieser Ausstellung.

 

Die Ausstellung ist auf Tournee in die Kreisverbände:

30. März - 11. April 2022  LandFrauen Rems-Murr, Landratsamt Backnang 

30. November - 12. Dezember 2022 LandFrauen Rems-Murr, Familienzentrum Schorndorf

 

weitere Termine unter www.landfrauen-bw.de

2022 wird der LandFrauenverband Württemberg Baden e.V. 75 Jahre alt. Was die LandFrauen seit 1947 bewegt hat und was sie seitdem bewegt haben, erfahren Besucherinnen und Besucher der Wanderausstellung „LandFrauen – 75 Jahre – gemeinsam Zukunft gestalten“. Eröffnet wird die Ausstellung am 28. September 2021 im Schloss in Weikersheim – weitere 23 attraktive Ausstellungsorte folgen in 2021 und 2022.

„Die Vereine werden das sein, was wir selbst aus ihnen machen und je mehr sich lebendig beteiligen, desto fruchtbarer wird es für alle sein.“ Das Zitat der Gründerin Marie-Luise Gräfin Leutrum von Ertingen ist heute noch so prägend für die LandFrauenarbeit wie in der Gründungszeit. Frauen auf dem Land waren in der Nachkriegszeit besonders betroffen – und begierig auf Verbesserung ihrer Bildungs- und Lebenssituation.

„Seither unterstützen sich die Frauen in den LandFrauenvereinen vor Ort und bilden sich in Gemeinschaft weiter. Zentrale Aufgabe des Landesverbandes ist es bis heute, die Anliegen der Frauen und ihrer Familien im ländlichen Raum zu vertreten. Mit der Ausstellung möchten wir das vielfältige ehrenamtliche Engagement der LandFrauen würdigen, aber auch Zukunftsperspektiven aufzeigen. Denn dort, wo wir uns gemeinsam engagieren, kann Zukunft gelingen“, so Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V.

Die Wanderausstellung zeigt auf zwölf Ausstellungsdisplays die Themenbereiche, in denen sich LandFrauen seit 75 Jahren engagieren: von der Bildungsarbeit und Interessensvertretung, über den Erzeuger-Verbraucher-Dialog bis hin zu internationalen Projekten und Netzwerken. Archivaufnahmen dokumentieren die Entwicklung der LandFrauenbewegung vom Nachkriegsdeutschland bis heute. Highlight der Ausstellung ist ein Touchdisplay, das interessierte Besucherinnen und Besucher zu einer digitalen Rundreise durch das Gebiet des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden einlädt. Zudem stellen sich 24 LandFrauen vor und verraten, was die LandFrauen heute bewegt und was sie in Zukunft noch bewegen möchten.

Im Schloss Weikersheim im Main-Tauber-Kreis ist die Ausstellung vom 29. September bis 10. Oktober 2021 zu sehen. Margret Beck, Vorsitzende der KreisLandFrauen Main-Tauber, sagt: „Wir sind sehr stolz darauf, dass der Auftakt der Wanderausstellung in unserem Kreisverband stattfindet. Mit dem Schloss Weikersheim haben wir einen ganz besonderen Ausstellungsort gefunden, der jährlich viele Besucherinnen und Besucher anlockt. So hoffen wir, dass die Jubiläumsausstellung gut besucht sein wird und die Menschen beindruckt und überrascht sind, was die LandFrauen in den letzten 75 Jahren alles auf die Beine gestellt haben.“

Das Wichtigste in Kürze

Öffnungszeiten Schloss Weikersheim:
29. September bis 10. Oktober 2021, Dienstag bis Sonntag 9.00 – 17.30 Uhr
Marktplatz 11, 97990 Weikersheim
Tel.: 07934 – 99295-0

Die Stationen und Ausstellungszeiträume finden Besucherinnen und Besucher unter:
https://landfrauen-bw.de/75-jahre-landfrauen/termine/

Hintergrund:

Am 30. April 1947 wurde der Landesverband Württemberg-Baden e.V. in Ludwigsburg gegründet und Gräfin Leutrum zur ersten Präsidentin gewählt. Seit der Gründung ist der Verband offen für alle Frauen im ländlichen Raum, überparteilich, überkonfessionell und unabhängig.

Heute vereint der LandFrauenverband Württemberg-Baden in 24 Kreisverbänden und 594 Ortsvereinen 52.000 Mitglieder. Er zählt mit seinem angeschlossenen Bildungs- und Sozialwerk zum größten Bildungsträger im ländlichen Raum Baden-Württembergs.

Weitere Informationen über den LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V.:
www.landfrauen-bw.de

Stuttgart, 27.September 2021

 

Herbsttagung mit Wahlen bei den KreislandFrauen Rems-Murr

Rückblick: Herbsttagung mit Wahlen der KreislandFrauen Rems – Murr

Endlich ist es unter bestimmten Auflagen wieder möglich, Veranstaltungen in Präsenz durchzuführen. Zwar haben sich die Möglichkeiten Bildungsangebote und Austauschgespräche online wahr zu nehmen gut etabliert, stellen aber trotzdem nur eine nicht immer ausreichende Alternative zu den sonst bekannten LandFrauen-Veranstaltungen dar.

Da für viele Führungskräfte der persönliche Austausch in Präsenz wichtig ist und die bereits verschobenen Wahlen zum Kreisvorstand anstanden, wurde im September in der Schurwaldhalle in Schorndorf - Oberberken ein Rahmen geschaffen, die alljährliche Herbsttagung der Vereinsvorsitzenden unter den zulässigen Bedingungen durchzuführen.

Kreisvorsitzende Argula Bollinger begrüßte die anwesenden LandFrauen und die Gäste, Annette Sammet – Volzer vom Landwirtschaftsamt Backnang und den Oberberkener Ortsvorsteher Siegbert Doring. Nachdem dieser in seinem Grußwort den Schorndorfer Teilort vorgestellt hatte, verlas Kreisvorsitzende Argula Bollinger den Tätigkeitsbericht. Trotz der vielen Kontaktbeschränkungen waren die LandFrauen im Rems - Murr Kreis sehr aktiv und kreativ im Schaffen von neuen coronagerechten Aktionen und Veranstaltungen. Im Anschluss legte Geschäftsführerin Ilona Belz den Kassenbericht vor und beide Kassenprüferinnen konnten eine einwandfreie Kassenprüfung bestätigen. So konnte der Kreisvorstand und die Geschäftsführerin entlastet werden.

Die Wahl zum Kreisvorstand fand in mehreren Wahlgängen geheim statt. Es wurden gewählt: Als Kreisvorsitzende Argula Bollinger (Burgstetten), alsStellvertreterinnen Corinna Drung (Schwaikheim), Stephanie Ilg (Kleinheppach) und Susanne Wimpff (Oberberken). Weitere Vorstandsmitglieder sind Christine Anger (Weissach im Tal), Karin Lepke (Oeffingen),  Cornelia Olp (Hegnach), Gerlinde Schablin (Berglen) und Simone Schif (Großerlach). Herzliche Gratulation! Verabschiedet wurden: Erika Beurer (Fellbach),Roswitha Niederberger (Berglen) und Siglinde Schrag (Rudersberg). Alle drei Frauen haben viele Jahre mit viel Herzblut die LandFrauenarbeit im Kreisverband positiv bestärkt und geprägt.

Zum Schluss gab Annette Sammet – Volzer eine Überblick über die Angebote des Landwirtschaftsamts  Backnang. Der Abend bot noch Gelegenheit sich untereinander auszutauschen. An dieser Stelle bedanken sich die KreislandFrauen Rems – Murr bei den LandFrauen aus Oberberken für die Gastfreundschaft in der Schurwaldhalle.

 


die  aktuelle Vorstandschaft der KreislandFrauen Rems - Murr

von ,links nach rechts:

Cornelia Olp, Karin Lepke, Gerlinde Schablin, Christine Anger, Corinna Drung, Stephanie Ilg, Susanne Wimpff, Argula Bollinger, und Simone Schif

24.01.2019 - Deutscher LandFrauenverband - Lebendige ländliche Räume durch mehr Miteinander

Bei der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse müssen auch die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt mitgedacht werden


„Gute Infrastruktur ist mehr als Daseinsvorsorge – sie ist Dableibevorsorge. Und das ist Ihnen der Staat auch schuldig.“ stellt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Eröffnung des 12. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft fest. Und für Julia Klöckner, Bundeslandwirtschafts-ministerin, ist klar: „Ehrenamt braucht Hauptamt“. Zwei Forderungen, die die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim anschließenden Fachforum des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) bestärken. „Gemeinsam mehr erreichen – Lebendige Dörfer“ ist nicht nur der Titel der dlv-Veranstaltung sondern auch Appell an Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wie können alle zusammenarbeiten, um den ländlichen Raum zukunftsfähig zu gestalten?

„Wenn aus regionalen Unterschieden individuelle Nachteile erwachsen, dann muss politisch gehandelt werden – da hilft keine Heimatlyrik und Schönfärberei!“ stellt Brigitte Scherb, dlv-Präsidentin, fest. „Um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse endlich sicherzustellen, brauchen die Menschen in ländlichen Regionen nicht nur finanzielle Unterstützung sondern auch die richtigen Rahmenbedingungen, um mit ihrem Wissen über örtliche Defizite passende Lösungen zu finden. Gibt es einen guten Ansatz, dann darf dieser nicht an überbordenden Regelwerken scheitern.“

Der einführende Vortrag von Manuel Slupina, Leiter des Ressorts Demografie Deutschlands des Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt deutlich, wie erfolgreich eine Region in die Zukunft starten kann, wenn soziales Miteinander, Selbstgestaltungsfähigkeit, Netzwerke, und hauptamtliche Unterstützung zusammenwirken. Der Zusammenhalt in den Dörfern und die Vereinsdichte sei dabei ein genauso relevanter Faktor, wie die Wirtschaftskraft der Region. Wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches ehrenamtliches Engagement seien eine dauerhaft gesicherte Infrastruktur und die finanzielle Absicherung der ehrenamtlichen Anstrengungen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich Klaus Ludden (Geschäftsführer pro-t-in), Eva Nemela (Programmleiterin „Engagierte Stadt“ Körber-Stiftung), Manuel Slupina (Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung) und Steffi Trittel (dlv-Präsidiumsmitglied) einig, dass neben den Finanzen die Anerkennung und starke Netzwerke zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft für das Ehrenamt eine große Rolle spielen. Die größte Anerkennung sei es, wenn die Politik zuhöre und dann Taten folgen.

„Wir brauchen Kümmerer, Möglichmacher und besonders die Macher. Wir auf dem Land müssen Dinge selbst in die Hand nehmen, denn wir wissen am besten, was nötig ist. Auf allen Ebenen kommt es darauf an, dass es Menschen gibt, die interessiert und engagiert sind und die ihr Wissen teilen“ so Brigitte Scherb weiter. „Dieses Fachforum zeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für eine erfolgreiche Region ist. Umso mehr gilt es, das zu unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam an den Stellschrauben drehen.“

Welche Stellschrauben das sein können, hat der dlv in seinem aktuellen Positionspapier „Gemeinsam mehr erreichen – Lebendige Dörfer durch verstärkte politische Unterstützung“ festgehalten. Ob es die vielgehörte Forderung nach hauptamtlicher Unterstützung, der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur oder mehr Vernetzung von Ehrenamtlichen mit anderen Akteuren der Dorfgemeinschaft ist – der Deutsche LandFrauenverband wird sich weiter mit aller Kraft für ein starkes Ehrenamt in ländlichen Regionen einsetzen.

 

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)
Der Deutsche LandFrauenverband e. V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität und die Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen.
500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

 

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Positionspapier
dlv_Position_Lebendige_Dörfer.pdf
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